Die bereits im Frühjahr 2020 gestartete Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Britz-Chorin-Oderberg konnte nun endlich abgeschlossen werden.

Ende 2019 ahnte keiner der verantwortlichen Ausbilder der Truppmann-Ausbildung des Amtes BCO, dass der Ausbildungsjahrgang 2020 ein ganz außergewöhnlicher werden würde. Die Planungen für die Truppmann-Ausbildung starten in der Regel bereits im Winter des Vorjahres, so auch für das Jahr 2020. Stundenpläne wurden erstellt, die Ausbildungsunterlagen und Präsentationen wurden überarbeitet und in den Druck gegeben, Verpflegung geplant und organisiert, was organisiert werden musste. Der Plan stand und die Ausbildung konnte wie gewohnt im ersten Quartal beginnen. Leider musste kurz nach dem Beginn die Ausbildung bereits wieder ausgesetzt werden. Damals sind die Verantwortlichen von einer kurzen Unterbrechung von einem Monat ausgegangen. Leider stellte sich das COVID-19-Virus hartnäckiger dar, als zuerst angenommen. Die Zeit verging, das Virus verschwand leider nicht. Die Verantwortlichen fassten Mitte des Jahres den Entschluss, die begonnene Ausbildung abzubrechen, um hoffentlich im Frühjahr 2021 neu starten zu können.

Ende März 2021 war es dann soweit, unter scharfen Auflagen, in kleinen Gruppen und auf drei Ausbildungsstandorte verteilt lief die 2020 begonnene Ausbildung wieder an. Mit Abstand, Maske, Corona-Tests und viel „Freiluft-Ausbildung“ konnte eine mögliche Infektion auf ein vertretbares Minimum reduziert werden. Trotz der zusätzlichen Belastung für die TeilnehmerInnen und AusbilderInnen durch Maske und Co. herrschte stets eine ausgelassene Stimmung. Die angehenden Einsatzkräfte waren hoch motiviert und mit vollem Eifer dabei. Neben der theoretischen Wissensvermittlung steht vor allem die Praxis im Vordergrund der Truppmann-Ausbildung. So wurden die Grundlagen wie unter anderem das Aus- und Einrollen von Druckschläuchen, das Binden von Knoten zum Retten und Selbstretten oder das in Stellung bringen, von tragbaren Leitern geübt. Auch der Umgang mit Strahlrohren bei der Brandbekämpfung oder die Absicherung von Unglücks- oder Unfallstellen war Teil der Ausbildungstage.

Mit der schriftlichen Prüfung am Samstag und der praktischen Prüfung am Sonntag des Pfingstwochenendes stand der wohl entschiedenste Teil der Ausbildung an. Im theoretischen Prüfungsabschnitt musste ein Fragebogen mit mehr als 30 Fragen zum gesamten Spektrum des Feuerwehrwesens beantwortet werden. Direkt im Anschluss folgte die Einzelabnahme der sogenannten „Rettungskette“ für das Selbstretten aus Höhen mit einer Feuerwehrleine. Am Sonntag stand für die drei Gruppen, jeweils gestaffelt, die praktische Prüfung an. Der Prüfungskommission stand ein verlassenes Wohnheim in Kruge zur Verfügung. Jede Gruppe musste eine komplexe Einsatzübung mit mehreren Schwerpunkten absolvieren. Neben dem Aufbau einer Wasserversorgung wurde auch das in Stellung bringen von tragbaren Leitern oder das Retten einer Person abverlangt.

Nach einer kurzen Auswertung durch die verantwortlichen Einheitsführer verkündete die Prüfungskommission jeder Gruppe das Prüfungsergebnis. Alle TeilnehmerInnen konnten das Ausbildungsziel erreichen und schlossen im Durchschnitt mit einem guten Ergebnis ab. Auch drei KameradInnen unseres Kooperationspartners – dem Amt Falkenberg-Höhe – nahmen erfolgreich an der Truppmann-Ausbildung teilt. Glückwunsch an alle Absolventen!

Unser Dank gilt den Teilnehmern für die gezeigte Einsatzbereitschaft, den Helfern, den Ausbildern und all jenen, die an der Organisation und Durchführung der Ausbildung beteiligt waren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alle Einsatzkräfte wurden vor, während und nach der Ausbildung negativ auf das Coronavirus getestet.