Amtsdirektor Jörg Matthes (links) freut sich über den symbolischen Scheck des Staatssekretärs Uwe Schüler.

Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses ist für alle Mitglieder der Feuerwehr meist ein einmaliges Erlebnis. Dass diese Projekte mit immensem finanziellen Aufwand verbunden sind, dürfte jedem, der aktuell Baumaterialien kaufen möchte, klar sein. Das Geld ist auch bei öffentlichen Trägern meist knapp und große Bauprojekte sind nur mit Unterstützung durch Fördermittel realisierbar. So haben viele Bundesländer und Landkreises besondere Fördermöglichkeiten geschaffen, die z. B. den Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser ermöglichen.

Derzeit nutzen die Kameradinnen und Kameraden der Ortswehr Niederfinow eine Halle mit einem kleinen Versammlungsraum. Das Löschfahrzeug, ein Anhänger, Reserveschläuche und Umkleidespinte der Einsatzkräfte teilen sich die viel zu kleine „Fahrzeughalle“. Bevor sich überhaupt jemand in der Halle umziehen kann, muss das LF8-TS herausgefahren werden. Besonders im Winter sind dies keine idealen Bedingungen. Sanitäre Anlagen sind im Grunde nicht vorhanden. Ein kleines Waschbecken in der Halle und eine mobile Toilette hinterm Gerätehaus sind derzeit alles in dieser Richtung. Damit ist nun bald Schluss – Zeit wird´s! Die Weichen sind gestellt, die Hausmittel für einen Neubau sind eingeplant, die Planung hat bereits begonnen und Fördermittel für die Maßnahme sind sowohl beim Land Brandenburg als auch beim Landkreis Barnim beantragt.

Bei der Übergabe im Rathaus Britz waren u. a. Vertreter der Gemeinde Niederfinow, der Ortswehr Niederfinow und der Amtsfeuerwehr anwesend

Am 28. April 2022 konnte eine weitere Hürde in der Finanzierung des Bauprojektes genommen werden. In einem kleinen feierlichen Akt, der im Rathaus des Amtes Britz-Chorin-Oderberg in Britz stattfand, konnte durch den Staatssekretär des Ministeriums des Innern und für Kommunales (MIK) ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 470.000,00 EUR übergeben werden. Eine Delegation von Einsatzkräften der Ortswehr Niederfinow, die Amtswehrführung, Mitglieder des Amtsausschusses und am Projekt beteilige Mitarbeiter der Verwaltung waren dabei, als Amtsdirektor Jörg Matthes den symbolischen Scheck in Empfang nahm. Er bedankte sich beim MIK für die Zuwendung und gab zu verstehen, dass ohne diese Zuwendung baulichen Großprojekte von kleinen Kommunen nicht realisiert werden können. Er bat den Staatssekretär sich beim MIK und bei Landtag für die Weiterführung dieser Fördermaßnahmen stark zu machen und wies daraufhin, dass die Fördersumme nur ca. ein Drittel der voraussichtlichen Baukosten abdeckt. Ob eine weitere Zuwendung über das Kreisentwicklungsbudget (KIP) zustande kommt, ist derzeit noch nicht klar. Die Mittel wurden beantragt doch eine abschließende Entscheidung steht noch aus. Der ebenfalls angereiste Landrat Herr Kurth konnte dazu keine Auskunft erteilen. Alle hoffen natürlich auf eine positive Mitteilung aus der Kreisverwaltung.